Die CDU im Kreis Unna hat zu den Vorschlägen eine Meinung gebildet. Unser stellvertretender Kreisvorsitzender Dr. Tilman Rademacher schrieb der Presse zu diesem Thema:
"Wir wünschen uns eine entschlossene Reform des Wahlrechts, die zu einem kleineren Bundestag führt. Klar ist außerdem, dass jeder direkt gewählte Kandidat auch ein Mandat erhalten muss. Der richtige Weg wäre es deshalb, die Wahlkreise deutlich zu vergrößern. Optimal wäre ein einheitlicher Wahlkreis Unna, der alle zehn Kommunen vereint. Wenn dieser große Wurf nicht möglich ist, könnte man dennoch zu einer etwas moderateren Vergrößerung kommen, wenn man den Wahlkreis 143 (Unna I) inklusive Schwerte bestehen lässt, Werl und Wickede aber trotzdem dazu nimmt. Wir wollen, dass die gewachsenen politischen Strukturen im Kreis Unna zusammengehalten werden. Für die Identifikation mit dem Kreis Unna als politischer Einheit wäre die Reform kontraproduktiv.
Bei mir persönlich ist es natürlich so, dass ich mich der Wallfahrtsstadt Werl besonders verbunden fühle und sowohl die direkte Art im Ruhrgebiet als auch das Bodenständige in der Börde schätze. Bei allen systematischen Zweifeln an dem Reformvorschlag - die ich teile - würde es mir nicht schwer fallen, auch für die Anliegen der Menschen in Werl und Wickede einzustehen. Letztlich denke ich, dass, unabhängig vom Zuschnitt des Wahlkreises, die CDU beim nächsten Mal das Direktmandat gewinnen wird. Es ist doch in den letzten Wochen deutlich geworden, dass es mehr Abgeordnete im Bundestag braucht, die den Mut zu strukturellen Reformen aufbringen."
(Foto: Thomas da Silva)